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st_ry-Video Folge 1: Das tägliche Ausspähen. (Oder: Warum Männer keinen Kredit kriegen.)

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Ihr habt Daniel auf die Suche nach seinen Daten geschickt — er ist losgezogen. Für st_ry, Folge 1, um hinter die Kulissen des “Scoring” zu blicken. Also das kommerzielle und massenhafte Sammeln, Speichern und Auswerten persönlicher Daten. Das jeden Tag zigtausendfach stattfindet, ganz legal, und ganz schön intransparent.

In der nächsten st_ry-Folge will Daniel den staatlichen Datensammlern auf die Pelle rücken: Alle Welt diskutiert grade über PRISM und die NSA, aber was staatliches Datensammeln schon heute für uns als Bürger bedeutet — das wäre uns eigentlich gerade wichtiger als der Visumsstempel auf Edward Snowdens Pass. Weil es uns angeht. Alle.

Für die nächsten spannenden Folgen st_ry brauchen wir aber noch dringend Deine Unterstützung. Nur noch bis zum 16. August 2013 kannst Du die Finanzierung sichern für st_ry — die ganze Doku-Reihe wird crowdfinanziert, also von Euch, also von all denen, die Daniels Thema wichtig finden.

Sag es weiter! Diskutiere mit! Und unterstütze st_ry unter http://www.startnext.de/strytv!

Wie Scoring daneben gehen kann

Alvar Freude ist im Netz bekannt als Aktivist des (zur Zeit eher inaktiven) AK Zensur und meinungsstarker Blogger. Hauptberuflich hat er es mit Computern, Programmieren und Datenbanken zu tun – all das zusammen ergibt einen Menschen, der mit seinen Daten eher sparsam umgeht. Genau das wurde ihm zum Verhängnis.

Als Alvar sich nämlich letztes Jahr eine Bahncard 100 kaufte, bot ihm die Bahn eine kostenlose Kreditkarte dazu an. Diese kostet normalerweise ein paar Euro im Jahr, für ihn sollte sie umsonst sein.

„Da dachte ich mir, dass das doch ganz praktisch für das Geschäftskonto sein könnte“, erzählt mir Alvar, als wir uns auf seiner Couch in seiner Wohnung in Stuttgart niedergelassen haben. Als Selbstständiger hat er zwei Konten, für das Privatkonto gab es schon länger eine Kreditkarte, aber halt geschäftlich noch nicht. Antrag ausgefüllt, eingeschickt. Fertig. Dachte er.

Doch die Commerzbank, die mit der Deutschen Bahn bei diesem Angebot zusammen arbeitet, verweigert ihm überraschenderweise die Karte. Die Erklärung: Er hätte zwar keine negative Schufa-Auskunft, aber die anderen Daten, die man über ihn habe hätten ergeben: Alvar sei wahrscheinlich ein mieser Kunde. Hohes Ausfallrisiko. Danke, aber Nein Danke. Auf Wiedersehen.

Keine Daten? Keine Kekse. Und keine Kreditkarte.

„Da war ich erstmal überrascht und hab denen geschrieben, dass ich doch ganz gern wüßte, was sie über mich meinen zu wissen und sie mir das auch schön klar und deutlich erklären sollen. Nach dem Bundesdatenschutzgesetz hab ich da nämlich einen Anspruch drauf.“

Das weiß auch die Commerzbank und schickt ihm zwei Wochen später einen Brief. Darin die Erklärung: Man habe nicht genug Daten über ihn sammeln können, wisse zu wenig über ihn und das haben nun mal leider eine negative Bewertung ergeben. Hohes Ausfallrisiko. Danke, aber Nein Danke. Auf Wiedersehen.

Alles dazu lest ihr in unserem Projekt-Blog: http://stry.tv/2013/07/25/wie-scoring-daneben-kann/

Wie das “Guter Kunde, schlechter Kunde”-Spiel funktioniert

Der erste st_ry-Dreh hat uns gestern nach Neuss gespült, wo in einem unscheinbaren Industriegebiet die Firma Creditreform sitzt. Die setzen ca 500 Mio im Jahr damit um, dass sie mit ihren Mitgliedern das “Guter Kunde, schlechter Kunde”-Spiel spielen.

Das Spiel geht so: Die Spieler sagen dem Spielleiter (Creditrefom) mit welchem Unternehmen oder Privatmenschen sie gute und weniger gute Erfahrungen gemacht haben. Parallel sucht der Spielleiter bei den potentiellen Kunden nach (öffentlich zugänglichen) Pech-Kärtchen, auf denen steht, dass sie kein Geld mehr haben, eine Privatinsolvenz beantragt haben oder anderweitig in finanziellen Schwierigkeiten stecken

Außerdem sucht der Spielleiter parallel nach anderen Informationen wie Wohnort, Alter, Geschlecht etc, die eventuell vielleicht etwas darüber aussagen könnten, wie zahlungsfreudig und solvent ein Mensch ist.

Diese Informationen wirft der Spielleiters dann in seine Rechenzauberkiste und mit Hilfe einer geheimen Formel berechnet diese dann einen Wert für den Kunden – den Score (ist natürlich auf englisch, weil es professioneller klingt). Je besser der Score, desto Hurra!

Alles dazu lest ihr in unserem Projekt-Blog: http://stry.tv/2013/07/24/wie-das-guter-kunde-schlechter-kunde-spiel-funktioniert/

Geht los: Ab morgen drehen wir Folge 1!

Seit über einem Monat kein Update mehr im Blog und wenig los auf Twitter und Facebook: Die ersten besorgten Kommentare gab es bereits, ob wir das Projekt eingestampft hätten? Nein, haben wir nicht! Und noch besser: nach der kurzen Verschnaufpause geht’s jetzt wirklich los: Wir produzieren die erste Folge. Komme, was wolle!

Zugeben: Die erste Funding-Runde hat uns alle etwas erschöpft. Und als diese dann nicht-erfolgreich zuende ging, wir aber dankenswerterweise verlängern durften, brauchten wir alle erstmal kurz ne Zigarette und einen Kaffee. Die einen holten sich den in Italien, die anderen in Brasilien und ich auf Zypern und an der Ostsee. Doch weil wir zum Glück mehr als einer sind, haben wir im Hintergrund die Recherchemaschine wieder angeschmissen und setzen jetzt die erste Folge um. Damit ihr seht, was wir vorhaben. Ziel: Funding reißen!

Nachdem wir uns in der ersten Rechercherunde durch die verschiedenen Themenfelder des Datenschutz-Ackers gewühlt haben, um einen groben Überblick zu bekommen, haben wir uns dazu entschlossen, uns zunächst dem Thema “(Kredit-)Scoring” genauer zu widmen. Was ist das? Wie geht das? Und welche Konsequenzen kann das haben?

Alles dazu lest ihr in unserem Projekt-Blog: http://stry.tv/2013/07/22/geht-los-ab-morgen-drehen-wir-folge-1/

Vor einigen Tagen haben wir in Absprache mit starnext die Funding-Phase verlängert. Da wir den Eindruck hatten, dass das holprige Funding vor allem daran liegen könnte, dass unser Produkt noch nicht so klar ist, wir also nichts zum Vorzeigen haben außer guten Ideen, sitzen wir gerade in der Recherche für Folge 1. Die soll möglichst schnell online gehen. Gar nicht so einfach.

Denn vor dem Dreh kommen die Interviewanfragen, kommt die Recherche, kommt die Frage, was man eigentlich erzählen will, kommen zahlreiche Telefonate, um das zu klären und dann stellt sich raus, dass irgendwie keiner zur gleichen Zeit drehen kann, weil lauter andere Projekte gerade aktuell drücken und die Interviewpartner alle im Urlaub oder total busy sind.

Read on, my dear… im stry.tv-Rechercheblog… 

http://stry.tv/2013/06/14/wir-wir-an-folge-1-basteln/

Vor einigen Tagen haben wir in Absprache mit starnext die Funding-Phase verlängert. Da wir den Eindruck hatten, dass das holprige Funding vor allem daran liegen könnte, dass unser Produkt noch nicht so klar ist, wir also nichts zum Vorzeigen haben außer guten Ideen, sitzen wir gerade in der Recherche für Folge 1. Die soll möglichst schnell online gehen. Gar nicht so einfach.

Denn vor dem Dreh kommen die Interviewanfragen, kommt die Recherche, kommt die Frage, was man eigentlich erzählen will, kommen zahlreiche Telefonate, um das zu klären und dann stellt sich raus, dass irgendwie keiner zur gleichen Zeit drehen kann, weil lauter andere Projekte gerade aktuell drücken und die Interviewpartner alle im Urlaub oder total busy sind.

Read on, my dear… im stry.tv-Rechercheblog…

http://stry.tv/2013/06/14/wir-wir-an-folge-1-basteln/

„Big Brother is watching you“ ist ein geflügeltes Wort jedes Überwachungsstaatgegners.

Doch was ist das eigentlich, ein Überwachungsstaat? Und was soll daran schlimm sein, überwacht zu werden, wenn man nichts zu verbergen hat? Alexander Sander klärt auf.

Mehr in unserem neuen Rechercheblog unter www.stry.tv.

Unterstützt unser Projekt unter www.startnext.de/strytv

Medienjournalistin Ulrike Langer erklärt, warum offene Daten besser sein können als verschlossene und was die USA damit zu tun haben.

Mehr in Daniels Blog: http://danielbroeckerhoff.de/2013/05/27/st_ry-warum-offene-daten-besser-sein-konnen-als-verschlossene/

Der grüne Europaparlamentarier Jan-Philip Albrecht ist wohl einer der engagiertesten Politiker, wenn es um Datenschutz geht.

Er ist Berichterstatter des Europaparlaments bei der Reform der EU-Datenschutzverordnung und beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie mit Daten in einer zunehmend vernetzten Gesellschaft umgegangen werden sollte. Für st_ry hat er Daniel erzählt, was in seinen Augen derzeit wichtig ist in Sachen Datenschutz.

Den ganzen Eintrag gibt in Daniels Blog.

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Auf der re:publica 13 hat Daniel unser Projekt vielen Menschen vorgestellt und einige gebeten, ob sie uns öffentlich ihre Unterstützung aussprechen würden.

Den Anfang macht Sascha Lobo, Interneterklärer, Journalist und Autor. Er erzählt, warum er st_ry wichtig findet, obwohl er immer dachte, Fernsehen sei doof.

“Mama, ich bin im…” - Der st_ry-Pressespiegel

Unser Projekt kommt gut an, viele Journalisten-Kollegen sind neugierig und einige haben schon über uns berichtet.

Daniel hat auf seinem Blog eine Presseschau erstellt mit Links zu allen Artikeln und Videos:

http://danielbroeckerhoff.de/2013/05/12/mama-ich-bin-im-der-st_ry-pressespiegel/

Da das Funding derzeit leider ziemlich stagniert möchten wir alle Fans und Unterstützer bitten, doch einmal Lärm in ihren sozialen Netzwerken für uns zu machen! Es wäre schade, wenn st_ry nicht realisiert werden kann, weil das Geld fehlt.

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